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Glaubwürdige Gesprächsführung
Dialektik Intensiv III

An den Forderungen Platons nach einer seriösen und tugendhaften Gesprächskultur hat sich bis heute nichts geändert. Wenn daher Dialektik erfolgreich sein soll, so muss sie ethisch verantwortet gehandhabt werden. Zahlreiche Mitmenschen kritisieren am kommunikativen Gebaren von Führenden der Politik und Wirtschaft, dass sie nicht glaubwürdig und vertrauenswürdig seien. Das Ergebnis: Es machen sich bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Zweifel an der Authentizität der Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens breit. Sittlichkeit und Glaubwürdigkeit aber bedingen einander. Sie sind Früchte einer Gewissensbildung, die sich an Wahrhaftigkeit und Mitmenschlichkeit als sinn-gebenden Prinzipien orientiert.

Ohne Vertrauensbildung ist kein wirklich offener und konstruktiver Dialog möglich. Das Vertrauen in die fachliche Kompetenz eines Führenden allein aber gibt recht wenig Auskunft über seine sittlichen Fundamente.

Dialektik steht in ständigem Bezug zur Persönlichkeit des Sprechenden. Wer spricht – ob im Monolog oder Dialog – teilt auch seine Wertvorstellungen mit. Diese vorgetragenen Werte wiederum kennzeichnen das sittliche und geistige Profil namentlich der Persönlichkeit eines Führenden.

Ziele und Inhalte

Wer führt, nimmt Einfluss auf andere Menschen. Diese Einflussnahme geschieht nahezu ausschließlich über das gesprochene Wort. Die Sprache aber ist ein Produkt der Bewusstseins- und Gewissensbildung eines Menschen. So erfährt der Teilnehmer zunächst einmal in einer analytischen Bestandsaufnahme, wie glaubwürdig sich seine Aussagen für andere darstellen. Er erkennt die enge Beziehung zwischen Identifikation und Sprache, die schließlich einen wichtigen Teil seiner persönlichen Authentizität repräsentiert.

Wer andere führen will, möge aber auch gelernt haben, sich selbst zu führen. Dies bedeutet für den Einzelnen, in seiner Gesprächsführung jene Maßstäbe zu erkennen zu geben, die ihn als vertrauenswürdig charakterisieren. Auch darauf wird das Seminar eingehen.
Schließlich werden die Prinzipien für eine ethisch orientierte Gesprächskultur besprochen; denn ohne sie ist dauerhaft keine überzeugende Kommunikation möglich.

Die einzelnen Übungen werden nach den Wünschen und Anliegen des Teilnehmers gestaltet, um einen möglichst nahen Alltagsbezug zu schaffen.

Im theoretischen Vortragsteil wird der Seminarleiter besonders jene Gedanken hervorheben, die eine ethische Qualität der Dialogpartner im privaten wie beruflichen Alltag erkennen lassen:

  • Was bedeutet konstruktive Gewissensbildung?
  • Der tiefere Wert von Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit
  • Urvertrauen und Selbstvertrauen als Handlungsfundamente
  • Das ethische Dreieck: Entscheidung, Bindung, Verantwortung

Seminarleiter
Seminardauer
Teilnehmerzahl
Preis

Prof. Dr. Baldur Kirchner
5 Tage + Vorabend
max. 6 Personen
€ 2.150,- zzgl. MwSt.


Termine 2012 12. - 16.03.
19. - 23.11.
    Termine 2013